|
Musterausgabe (November 2008)
Thompson Creek (A0MR6Q) – Ein „Muss“ für konservative Anleger!
Ein „Muss“ für konservative Anleger stellt die Aktie von Thompson Creek dar. Thompson Creek ist ein Produzent von Molybdän. Molybdän ist
ein wichtiger Rohstoff, der für die Herstellung von verschiedenen Hochleistungsstoffen benötigt wird. Er wird zum Beispiel zur Härtung von Stahl benötigt. Ebenso benötigt man Molybdän beim Raketenbau. Auch in
der Ölverarbeitung wird Molybdän als Katalysator zur Schwefelentfernung oder beim Bau von Pipelines eingesetzt! Der Rohstoff ist also vielseitig einsetzbar!
Seit Jahren ist die Nachfrage bei Molybdän größer als das Angebot, deshalb hat sich der Preis seit der Jahrtausendwende in der Spitze bereits
mehr als verzehnfacht. Da der Rohstoff sehr knapp ist und bereits in 40 Jahren zu den aktuellen Preisen ein wirtschaftlicher Abbau nicht mehr möglich ist, hat China bereits eine 15%-ige Exportsteuer auf Molybdän
eingeführt. Ein weiterer Anstieg des Molybdänpreises ist auf mittelfristige Sicht also bereits vorprogrammiert. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass sich das Erschließen neuer Minen auf 8-10 Jahre hinzieht. Die
Produktion lässt sich also auf die schnelle nicht nennenswert ausweiten!
Thompson Creek beabsichtigt für 2008 den Abbau von mindestens 23,5 Millionen Pfund Molybdän. 2009 soll dann die jährliche Produktion wird
dann insgesamt auf 30 Millionen Pfund Moly ausgeweitet. Beim aktuellen Molypreis von rund 9 USD wird Thompson Creek in diesem Jahr einen Umsatz von mindestens 211,5 Millionen USD erzielen. Die Abbaukosten von
Thompson Creek sind sehr gering und liegen bei etwa 6 USD je Pfund. Damit sind dem Umsatz die Abbaukosten von rund 141 Millionen USD abzuziehen, dann erhält man einen Cash-Flow in 2008 von etwas über 70 Millionen
USD.
Was in dieser Rechnung aber noch gar nicht berücksichtigt ist, dass man über größere Röster-Kapazitäten verfügt, als man derzeit abbaut.
Man bezieht deshalb fremdes Moly von anderen Produzenten, röstet es und verkauft es am Markt als „verarbeitungsfähiges Moly“ am Markt. Auch das bringt der Firma weiteren Umsatz und weiteren Gewinn. Von dem
für 2008 zu erwartenden Cash-Flow dürfte nach Abzug der Steuer mindestens 50 Millionen USD (rund 40 Millionen Euro) an Gewinn hängen bleiben.
Für 2009 sieht die Situation sogar noch viel besser aus. Bei einer Produktion von 30 Millionen Pfund Moly ergibt sich ein Umsatz von 270
Millionen USD. Abzüglich der Produktionskosten von 180 Millionen USD bleibt der Firma ein Cash-Flow von 90 Millionen USD. Nach Abzug aller weiterer Kosten (Zinsen, Steuern, etc….) dürfte dem Unternehmen noch ein
Gewinn von etwa 65 Millionen USD (50 Millionen Euro) bleiben. Eine erwartete Steigerung beim Molypreis - die Sie sich wie ein Turbo auf die Aktie auswirken dürfte - noch gar nicht berücksichtigt!
Bei 122 Millionen Aktien ergibt sich beim aktuellen Kurs von
2,02 Euro eine Marktkapitalisierung von 246 Millionen Euro. Für 2008 beträgt damit das KGV des Unternehmens 6, für 2009 gar nur noch 5. Für ein Unternehmen dieser Größenordnung ist ein KGV von 12 als angemessen zu betrachten. Dies würde der Aktie auf Sicht von 2 Jahren mindestens 150% Potential eröffnen. Für eine konservative Aktie ist das alles andere als schlecht und Thompson Creek ist sozusagen ein “Muss” für jedes Depot!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Klöckner & Co. (KC0100) – Stahlhändler mit KGV von unter 1!
Bereits gegen Ende des Jahres 2006 habe ich Ihnen das Unternehmen Klöckner & Co. das erste mal vorgestellt im Börsenbrief. Seitdem hat
sich einiges getan. Zu 21 Euro habe ich Ihnen das Unternehmen damals empfohlen. Die Aktie hat seitdem eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich, der Kurs stieg seit der Empfehlung bis Mitte 2007 sogar auf über 65 Euro
(wobei die Verkaufsempfehlung bereits zu 45 Euro erfolgte), um dann letztlich sogar noch weit unterhalb des Ausgangsniveaus zurückzukehren. Dieser Kurssturz ist allerdings total überzogen und bietet Anlegern
erneut eine gute Einstiegschance! Was war genau passiert:
Klöckner & Co. schockte im Herbst 2007 den Markt mit einer Gewinnwarnung, den der Verfall des Stahlpreises wurde auch Klöckner & Co.
zum Verhängnis. Der Stahlhändler hatte mit einem massiven Vertrauensverlust zu kämpfen. Gleichzeitig ging auch die Finanzkrise nicht spurlos an Klöckner vorbei! Trotzdem nutzen Vorstand und Aufsichtsrat die
günstigen Kurse aber immer wieder, um für das private Depot Aktien des Unternehmens zu kaufen. Die gesenkte Prognose für 2007 wurde erreicht und die Analystenprognosen für die ersten neun Monate 2008 deutlich
übertroffen.
Kein Wunder, denn Stahl ist trotz der Finanzkrise weiterhin sehr gefragt, besonders in den Schwellenländern. Egal ob auf dem Bau oder in der
Industrie, die Nachfrage steigt kontinuierlich. Der führende Stahlhändler in Europa – Klöckner & Co. – wird von dieser Entwicklung weiter profitieren. Auch eine Abschwächung Wirtschaftskraft in Amerika
und Europa lässt den Vorstand Dr. Thomas Ludwig auch nicht aus der Ruhe bringen: „Wir sind nicht abhängig von den Bereichen Hausbau und Automobilindustrie in Amerika“. Sieht man sich die letzten Insiderkäufe
an, scheint er sich dabei sehr sicher zu sein!
Auch von der Bewertung her ist die Aktie von Klöckner & Co. inzwischen lächerlich günstig. Beim aktuellen Kurs von 7,70 Euro beträgt die Marktkapitalisierung gerade mal 354 Millionen Euro. Für ein Unternehmen, dass trotz gesenkter Prognose 2007 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro sowie ein EBITDA (= Gewinn vor Steuern) von 365 Millionen Euro erzielt hat, ist das wahrlich nicht viel. Vor
allem dann, wenn 2008 der Jahresumsatz auf über 7 Milliarden Euro und der Gewinn vor Steuern auf mehr als 500 Millionen Euro ansteigen wird.
Dies entspricht einem KGV im laufenden Geschäftsjahr von weniger als 1! Ja, Sie haben richtig gelesen, KGV von weniger als 1! Ein KGV von 1 bedeutet nichts anderes, als dass Klöckner 2008 mehr Gewinn erzielen wird, als das komplette Unternehmen derzeit an der Börse wert ist. Sie können hiermit aktuell die gesamte Firma für 354 Millionen Euro kaufen, die bereits 2008 einen Jahresgewinn von über 500 Millionen Euro erzielt.
Auch wenn das Jahr 2009 auch für Klöckner & Co. etwas Ungewissheit mit sich bringt, ist die Aktie viel zu billig und müsste derzeit
mindestens bei 20 Euro notieren. Damit dürfte die Aktie schon bald zu einer Gegenbewegung nach oben ansetzen. Dem russischen Konkurrenten Severstal wird außerdem ein Übernahmeinteresse an Klöckner & Co.
nachgesagt, was bei dieser günstigen Bewertung nicht mehr groß überrascht. Die Aktie dürfte aufgrund der Fundamentaldaten nach unten sehr gut abgesichert sein, aber nach oben großes Potential mit sich bringen.
Langfristig (auf Sicht von 2-3 Jahren, wenn sich die Konjunktur ebenfalls wieder erholt hat) ist sogar ein Erreichen der alten Hochs bei über 65 Euro realistisch.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
SGL Carbon (WKN: 723530) – Von Rekord zu Rekord !
Die SGL Carbon ist vielen Anlegern als Hersteller von Graphitelektroden – die in der Aluminium- und Stahlindustrie eingesetzt werden –
bekannt. Das ist auch der Geschäftsbereich, der bei den Wiesbadenern Jahr für Jahr für neue Rekorde beim Umsatz und Gewinn sorgt. Als absoluter Wachstumsmarkt gilt jedoch die Carbonfaserproduktion. Konservativen
Schätzungen zufolge dürfte der Weltmarkt für Carbonfasern bis 2012 von aktuell rund 30.000 Tonnen auf mindestens 60.000 Tonnen ansteigen – wie gesagt konservativen Schätzungen zufolge, denn das Einsatzspektrum
von Carbon ist vielfältig.
Bei Windkraftanlagen werden die Rotorblätter immer öfters aus Carbon gefertigt. Auch in der Automobil- und in der Luftfahrtindustrie sind
Carbonfaser aufgrund der Treibstoffersparnis (da Carbon sehr leicht ist) immer stärker gefragt. SGL Carbon ist als einziger europäischer Hersteller in diesem Bereich bestens positioniert. Eine andere,
wachstumsstarke Sparte ist das Geschäft mit den Graphit-Produkten unter anderem für die Reaktortechnik, die Halbleiterindustrie und die Solarindustrie.
Im Jahr 2007 schaffte der Konzern ein Umsatzplus von 15% auf 1,37 Milliarden Euro. Der Gewinn hat sich sogar mehr als verdreifacht(!!!) auf 131
Millionen Euro – Tendenz für die nächsten Jahre weiter steigend. Die Lieferverträge laufen nämlich in der Regel immer ein Jahr und werden dann neu festgelegt. Deshalb ist auch für 2008 mit einem neuen
Rekordjahr zu rechnen, zumal die SGL immer wieder Jahr für Jahr höhere Preise für Graphitelektroden durchsetzen kann.
So wird für das Jahr 2008 ein Umsatz von 1,53 Milliarden Euro sowie ein Nettogewinn von 180 Millionen Euro erwartet. Beim aktuellen Kurs von 14,40 Euro beträgt die Marktkapitalisierung der SGL Carbon 920 Millionen Euro. Daraus lässt sich ein 2008er-KGV von knapp über 5 errechnen, was für dieses Unternehmen mit drei dynamischen, wachstumsstarken Sparten keineswegs zu hoch ist. Besonders das Carbon-Geschäft wird von den Anlegern immer noch unterschätzt. Mittelspekulativen Anlegern ist deshalb ein Investment in die SGL Carbon zu empfehlen!
|